Dyskalkulie


Training hilft immer!

Dyskalkulie Dyskalkulie
Dyskalkulie ist intelligenzunabhängig!

Die Rechenprobleme werden durch die differenten Sinneswahrnehmungen (in den Bereichen Visualität, Akustik und Raumwahrnehmung) hervorgerufen. Einfach gesagt, empfinden, sehen und hören dyskalkule Menschen ein bisschen anders als andere. Sie haben eine andere Informationsverarbeitung und finden daher mit den in der Schule üblichen angebotenen Methoden, das Rechnen zu erlernen, nicht das Auslangen. Sie benötigen eine auf ihre besondere Lernfähigkeit abgestimmte Methodik.

Sehr häufig werden die Begriffe Dyskalkulie- und Rechenschwäche für dasselbe gehalten.
Es ist aber vor allem in der Förderung eine Unterscheidung zu treffen.

Die genetisch bedingte Problematik nennt man Dyskalkulie und erfordert ein Training auf drei Ebenen:

  • Aufmerksamkeit
  • Sinneswahrnehmungen
  • Symptome

Die erworbene Problematik, ausgelöst durch Krankheit, Lehrerwechsel, Todesfall, Scheidung etc., nennt man Rechenschwäche.
Diese ist vorübergehend und kann meist durch vermehrtes Üben des Rechnens behoben werden.
Jedoch kann abhängig von der Verursachung eine fachlich gezielte Hilfe durch Gesundheitsberufe notwendig sein.

Folgende AUFFÄLLIGKEITEN IM VOLKSSCHULALTER können auf eine Dyskalkulie hinweisen:

  • die Verbindung zwischen Zahlenbegriff und Menge fehlt
  • Zahlenreihen können nicht korrekt weitergeführt werden
  • Schwierigkeiten beim Erlernen des Einmaleins
  • Schwierigkeiten beim Überschreiten des Zehner- und/oder Hunderterschrittes
  • Verwechslung von ähnlich klingenden Zahlen (19/90)
  • Verwechslung von ähnlich aussehenden Zahlen (6/5)
  • Seitenverkehrtes Schreiben oder Lesen von Zahlen (6/9)
  • Zählen und/oder Rückwärtszählen gelingt nicht oder nur unter Verwendung der Finger
  • großer Zeitaufwand bei Rechenoperationen
  • kein Abschätzungsvermögen
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MÖGLICHE ANZEICHEN einer Dyskalkulie bereits IM VORSCHULALTER können sein:

  • kein Interesse an Zahlensymbolen
  • Ablehnung von Spielen, bei denen gezählt werden muss
  • bei Vergleichen kann das Kind nicht sagen, ob ein Gegenstand größer, kleiner,  dicker, dünner etc. ist
  • kein Gefühl für Proportionen (speziell bei Körperzeichnungen)
  • beim Essen wird das Besteck nicht oder nur sehr ungeschickt verwendet
  • das Kind kann auch im Vorschulalter noch nicht mit einer Schere umgehen
  • das Kind hat Probleme beim Stiegen steigen
  • das Kind hat die Krabbelphase übersprungen bzw. hat sich nur robbend fortbewegt
  • Schwierigkeiten das Gleichgewicht zu halten (z. B. beim Rad fahren)
  • das Kind kann sich Richtungen (links, rechts, oben, unten, vorne, hinten) nicht merken und bringt sie durcheinander
  • ...